Ausblick: Metal Gear Rising – Revengeance & Metal Gear Solid – Ground Zeroes

27.7. – das ist der Tag, an dem ich mit meiner Reihe an Artikeln zu den MGS-Spielen begonnen hatte. Ich hatte eigentlich gedacht viel schneller mit den Reviews und Substance-Artikeln fertig zu werden, als es eigentlich der Fall gewesen ist, und besonders ab der Hälfte hat sich das ganze sehr gezogen. Es war mir aber sehr wichtig, über die komplette Reihe in einem Zug zu schreiben und nicht mit anderen Artikeln abzubrechen. Der Grund dafür ist derselber, warum ich diesen Blog schreibe: Um dauerhaft an etwas zu arbeiten und nicht aus reiner Faulheit abzubrechen. In dem Sinne bin ich mir ziemlich sicher, die MGS-Reihe eventuell nie beendet zu haben, wenn ich mich zwischendurch mit anderen Themen beschäftigt hätte. Um die MGS-Reihe nun zu einen Abschluss zu bringen (bis wieder ein neuer Teil kommt), will ich einen kleinen Vorausblick auf die nächsten Teile wagen.

Metal Gear Rising – Revengeance wird im Februar nächsten Jahres erscheinen. Entwickelt wird das Spiel nicht von Kojima Production, sondern von Platinum Games, die u.a. Bayonetta oder Vanquish entwickelt haben. Rising sollte eigentlich Metal Gear Solid – Rising heißen und die Entwicklung wäre wohl eingestellt worden, wenn Platinum Games nicht gekommen wären. In einem Entwicklervideo wird erklärt, wie das ursprüngliche Team eine Mischung aus Stealth- und Action-Spiel schaffen wollte, sei aber an diesen Anspruch gescheitert.
An dieser Stelle finde ich es schade, wie so ein Spiel scheinbar nicht möglich zu entwickeln war. Es sollte doch möglich sein ein Stealth-Spiel um einen Cyborg Ninja zu konzipieren, der mit übermenschlicher Ninja-Akrobatik und Stealth-Manövern den Spieler durch die gegnerischen Areale schleichen läßt. Etwas in der Art wie Tenchu, nur dynamischer und viel mehr Gameplay-Möglichkeiten.
Platinum Games scheinen nun jedenfalls einen reinen Aktion-Titel zu produzieren und auch wenn die Stealth-Abschnitte nur in sehr kleiner Form vorhanden sind (wenn überhaupt), freue ich mich von dem Spiel. Zunächst macht die Umbenennung in Metal Gear Rising deutlich, dass das Spiel kein Metal Gear Solid und damit eher ein Spin Of oder vielmehr ein völlig neuer Eintrag in der Metal Gear-Reihe ist und nichts mit den Metal Gear Solid-Teilen zu tun hat. Desweiterem machen die Jungs bei Rising scheinbar nicht den Fehler, das Spiel zu ernst zu nehmen und präsentieren stattdessen überzogene und spassige Over the Top-Aktion.
Gerade deswegen löst Rising auch eine Kontroverse aus, die ich aber nicht teilen kann. Das Spielt heißt schon nicht mehr Metal Gear Solid, aber Leute beklagen trotzdem die Miss-Entwicklung der MGS-Reihe. Ähh, hallo, was steht noch gleich auf dem Cover, Metal Gear Solid? Ach, nee Rising, sind einige Leute also doch zu doof zum lesen. Dazu wird dann die für „Metal Gear untypische Aktion“ kritisiert, aber zum Teufel, was erwartet man von einem Spiel, bei dem ein Cyborg Ninja der Titelheld ist? Die selbe Figur, die einarmig ein Kriegsschiff ausbremste und mit angeschnürrten Geckos an den Beinen breakdancend. Das ist schon sehr fragwürdig, wie Leute versuchen eine logische Grenze zu ziehen der Art „Es ist okay, wenn einem Oberst Blitze aus dem Arsch kommen ein unsichtbarer Cyborg Ninja mit einem Mega Man-Arm einen tonnenschweren Riesen-Roboter stemmt, aber das da in Rising ist nicht mehr okay!“
Wie gesagt, ich freue mich jedenfalls auf das Spiel und hoffe auf eine große Ladung an spassiger Aktion. Das könnte ein Spiel werden, bei dem ich tatsächlich mal sehr gerne abschalten will. Und vielleicht wird es doch noch etwas mit Stealth.

Dann wurde zum 25. Jubeläum Metal Gear Solid – Ground Zeroes angekündigt und ein Trailer gezeigt.
Was man bisher weiß ist nicht viel. Es soll in dieser Form auf aktuelle Konsolen laufen und ein Open World-Spiel werden. Letztgenanntes kann sehr interessant werden, wenn im Spiel auch genug Freiheiten gegeben werden un dem Spieler offen bleibt, wie er eine Mission erledigen könnte. Dazu sagte Kojima in einem Interview:

„First of all if you give somebody a mission, and say your mission is to go and rescue this person, already you create some drama there. However if you take that a step further and say give the person the power to decide how they get there, what time they arrive, what kind of path they use to sneak into the base then it creates even more drama and gives them more freedom. So it’s not so much that I’ve been aiming to create an open world game so much as I just want to give players the freedom to do things in a way that feels natural to them.“

Dazu soll es auch einen Tag-/Nacht-Wechsel geben, der wiederum Einfluss auf das Gameplay haben soll. Von ähnlichem hatte er schon vor MGS3 geschwärmt wie auch von diversen Open World-Elemente, die er damals nicht umsetzen konnte. Der Spieler hätte in dem Dschungel in MGS3 sich verlaufen können und jagen müssen. Nicht selten nennt Kojima das Spiel GTA III als eines der Spiele mit dem meisten Einflüssen, wegen der spielerischen Freiheiten. Am Ende eines Trailers zu MGS3 findet sich sogar eine GTA-Parodie.
Der Spieler wird außerdem wie in Peace Walker eine Basis haben. Im Gegensatz zu Peace Walker wird man diese Basis aber selber aufbauen und in Echtzeit begehen können. Also ein Feature, welche ich mir zu Peace Walker gewünscht hatte (wenn ich gewußt hätte, dass es einen Basis-Bau gibt).
Spannend bleibt auch, inwiefern Ground Zeroes nicht Metal Gear Solid 5 sein soll. Ob es lediglich nur ein Prologue ist? Man weiß es noch nicht. Ungewiss ist auch der Release, wobei ich nächstes Jahr schätze. Es wäre nicht unüblich für Kojima, wenn er ein Trailer zu seinem nächsten Spiel erst ein Jahr vor Release zeigt, was auch schon mit MGS2 der Fall war.

Spannend bleiben aber auch andere Gerüchte, die in der Vergangenheit um Kojimas nächste Projekte aufkammen.
Eines dieser Gerüchte ist, dass Kojima an ein projekt arbeitet, welches sich mit alltäglichen Themen beschäftigt, wie zum Beispiel Familie. Nun gibt es in Metal Gear Solid diesen Storyzweig um Big Boss und seine geklonten Söhne. Da es außerdem Hinweise gab, das Spiel würde in den 80er Jahren spielen, liegt es naheliegend, Ground Zeroes (oder MGS5) würde sich mit der Beziehung zwischen Big Boss und seinen Söhnen befassen.

Noch wesentlich interessanter war aber die Ankündigung, dass Kojima ein kontroverses Thema behandelt und sollte er dies falsch umsetzen, könnte es ihm seinen Job in der Spieleentwicklung kosten.
Natürlich frag man sich da, was dies sein könnte. Tote Babies? Kinderstrich? Irgendwie – nein. Kojima ist einfach nicht der Mann, der auf diese billige Weise andere Menschen schocken möchte. Vor allem leben wir in einer Gesellschaft, in der ständig Tabu-Brüche vollzogen werden. Sogenannte „Skandal-Spiele“ wie Manhunt oder BMXXX locken doch niemanden hinter dem Ofen hervor. Was waren die kontroverseren Titel, die in letzter Zeit heftigst diskutiert wurden? Mass Effect 3, Resident Evil 6, DmC und auch ein Metal Gear Rising! Waren diese Titel irgendwie anstößig? Nein. Aber die Tabus befanden, bzw. befinden sich bei den Fans und Nerds. Menschen, die von dem Mass Effect 3-Ending enttäuscht waren oder die von Capcoms Ausrichtung der Resident Evil-Serie entäuscht sind. Darin liegen die Tabus, mit denen man es sich sich komplett verscherzen kann: Den Fans. Die Frage ist nun, inwiefern es sich Kojima mit den MGS-Fans verscherzen könnte. Vielleicht arbeitet er an Remakes der Ur-Metal Gears und könnte, wenn er einen Fehler begeht und möglicherweise die bisherige Geschichte einfach umschreibt, es sich mit den Fans verscherzen. Vielleicht sieht das Tabu-Thema aber auch anders aus.

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