Kommentiert: Capcom – Kürzere Entwicklunszeiten, mehr Fortsetzungen und mehr DLC’s

Die folgenden News sind zawr älter, aber ich gehe dennoch auf sie ein, weil ich mich kürzlich mit dem Thema befasst hatte.

Und zwar stellte Capcom seine Wachstumsstrategie für das aktuelle Geschäftjahr vor. Unter anderem sollen kürzere Entwicklunszeiten und damit mehr Spiele und Spielefortsetzungen sowie mehr DLC’s die Absätze steigen lassen.

Bezüglich der Entwicklungszeiten könnte dies durchaus sinnvoll sein. So erschien der letzte Ableger zur Devil May Cry-Serie im anfang 2008, der nächste Teil sollte anfang 2013 erscheinen – also mal eben 5 Jahre, die Fans auf einen Ableger warten. Aber wie man an der SFxT-Entäuschung sehen kann, könnte ein Unternehmen wie Capcom sehr leicht auf die Nase fallen, wenn sie den Markt mit ihren Produkten zubomben und die Leute das Interesse verlieren sollten. Gerade dann würde die teuere Entwicklung noch mehr weh tun. Jedenfalls bleibt die Frage noch immer offen, ob sie aus SFxT und ihren Fehlern im Fighting-Bereich wirklich gelernt haben oder doch die Schuldzuweisung woanders, aber bloss nicht bei sich selber, gesucht haben. Denn die negative Entwicklung im Fighting-Bereich ist größtenteils Capcoms eigene Schuld gewesen. Mit 6 Titel innerhalb von 3 Jahren haben sie den eigenen Markt vorschnell gesättigt. Gerade ein Monat nach dem Eingeständnis der SFxT-Pleite kündigen sie nun an, generell mehr von ihren Spielen auf den Markt zu werfen. Ob das gut gehen wird? Gut, immerhin sprechen wir aber auch von Spielen, die wie im Falle von DmC schon 5 Jahre Entwicklunszeit hinter sich haben, also gerade das andere Extrem, bei dem ordentlich verkürzt werden könnte im Sinne der Fans. Und solange sie nicht die selben Titel immer und immer wieder melken, wofür sie aber auch bekannt sind (siehe Street Fighter, Resident Evil, etc.), und stattdessen abwechslunsgreiche und frische Titel auf dem Markt bringen, könnte das ganze durchaus rosig aussehen.
Aufpassen müssen Capcom aber, dass unter der kürzeren Entwicklungszeit nicht die Qualität leiden wird. Gerade mit Mega Man X6 (welches aber auch schon seine 10 Jahre hinter sich hat) sieht man ein Beispiel an übereilter Entwicklung. Aktuelle Spiele sind davor immer noch nicht gefeilt.

Wäre da noch die DLC-Sache. Passend dazu haben Capcom noch mehr DLC’s zu SFxT angekündigt. Soviel zum Service-Argument für den On Disc Content. Aber dies ist auch ein seltsames Thema. Zum einen bejammern viele Leute die DLC’s und Capcom sollte sich scheinbar kein Gefallen damit machen, noch mehr auf DLC’s zu setzen. Aber scheinbar machen sie mit den DLC’s ordentlich Geld und man soll im vergangenem Geschäftsjahr 2,5 Million Yen durch DLC’s eingenommen haben. Also stehen also doch Leute dahinter, die kaufen. Nun, wenn sie damit doch erfolgreicher fahren, sollen sie machen. Aber auch da wird sich zeigen, ob sie damit nicht doch wieder die Spieler-Gemeinschaften gegen sich aufbringen werden und diese Spieler auch noch weitere Capcom-Titel aus dem Weg gehen werden. Hauptsächlich frage ich mich aber, inwiefern sich Capcom über diesen Balance-Akt, den sie da vollführen müssen, bewusst sind und nicht irgendwann dazu neigen werden, die Sache doch wieder überzustrapazieren.

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